18/09/2003 Eintrag: "Medizin"

Heute habe ich den Medizinteil vorläufig abgeschlossen und mit der Niederschrift des Abschnitts über die innere Ausdifferenzierung des Vereins begonnen.
Wichtig im Medizinteil ist das Engagement der Gesellschaft während der Choleraepidemie 1831/32. Und hier kommt mir ein unglaublicher Glücksfall zu Hilfe. Für gewöhnlich fehlen mir zu allen Rahmen, in die der Verein eingebunden ist, die historischen Forschungen. Zur genannten Choleraepidemie in Berlin aber wurde ausgerechnet in diesem Jahr eine Habilitationsschrift veröffentlicht. Nicht irgend eine Monographie - nein, ein vierbändiges Werk! Bd. 1: Medizingeschichte, Bd. 2: Mikrokosmos Berlin, Bd. 3: Edition von Cholera-Briefen, Bd. 4: Edition von Cholera-Gedichten. Mich interessiert natürlich vor allem Bd. 2, vielleicht auch die Bände 1 und 3. Im Zentrum für Berlinstudien ist das Werk nicht vorhanden, sondern nur in der benachbarten Stadtbibliothek - im Medizinbestand. Für die fehlte mir heute allerdings der Ausweis, weil ich mit dieser eigenartigen Zuordnung nicht gerechnet hatte.
Zur Jüdischen Gemeinde meldet die Berliner Zeitung (endlich ist sie aus der Versenkung aufgetaucht!), daß der stellvertretende Leiter der Wahlkommission die Vorwürfe der Verlierer, es hätten Manipulationen stattgefunden, zurückweist: Es gäbe dafür keine greifbaren Anhaltspunkte. Ich bin gespannt, wie sich die Sache weiterentwickeln wird.

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