17/10/2003 Eintrag: "Annullierung"

Die heutigen Artikel über die Annullierungen der Wahlen (Berliner Zeitung, Tagesspiegel, Berliner Morgenpost) zeigen, daß die dafür verantwortliche Schiedskommission tatsächlich kein sachliches, sondern ein politisches Urteil gefällt hat. Ich würde gern wissen, auf welche Weise ihre vier Mitglieder mit dem alten, abgewählten Establishment verbunden sind.
Keiner der Vorwürfe auf Wahlfälschung oder -manipulation konnte bewiesen werden. Als offizieller Grund für die Annullierung wurde eine vollkommen unwichtige Formalie herangezogen: Auf einigen der Wahlzettel war der Kandidat Nathan Gelbart (Platz 31) einer nicht mehr existierenden Listenverbindung zugeordnet worden. Aber die Schiedskommission machte gar keinen Hehl daraus, daß sie die Entscheidung letztlich gefällt hat, weil es durchaus zu Manipulationen gekommen sein kann. Dialektischer wäre auch zu Ostzeiten nicht entschieden worden.
Neuer Wahltermin ist voraussichtlich der 30. November, und ich hoffe von ganzem Herzen, daß die Kläger auch diesmal deutlich den Wiedereinzug in die Repräsentantenversammlung verfehlen werden.

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