30/12/2003 Eintrag: "Friedhof"

Wie es aussieht, fällt es mir schwer, mich von meiner Dissertation ganz fernzuhalten. Ich arbeite seit gestern nachmittag die Daten des Büchleins über den jüdischen Friedhof Schönhauser Allee in meiner Mitgliederdatenbank ein. Der Befund bis zum Buchstaben M läßt es gerechtfertigt erscheinen, den Ort in Friedhof der Freunde umzubenennen. Neben der beeindruckenden Menge an Personen, die dort liegen, sind die auf diesem Wege deutlich werdenden Verwandtschaftsverhältnisse besonders wertvoll. Offensichtlich sind all die großen aus Märkisch-Friedland zugewanderten Familien - Liebermann, Marckwald, Schönlank, Laude, Levinstein - miteinander verschwägert und bilden damit ein ähnliches Konglomerat wie der Familienverbund Mendelssohn, Oppenheim, Warschauer, Simson, Kempner. Allerdings ungetauft. Der Hilfsverein für Märkisch-Friedland wird unter diesem Blickwinkel zu einem Familienverein.

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