Archiv für July 2002

Friday, July 19, 2002

Bevor ich für zwei Wochen Urlaub im Brandenburgischen mache, möchte ich noch die letzten beiden Wochen zusammenfassen. Ich habe feststellen müssen, daß ein Zweiwochenurlaub im Jahr nicht ausreicht, zumal wenn er außerhalb der heimischen vier Wände verbracht wird. Es hat sich so viel während der vergangenen Schreibphase zu Teil 1 aufgestapelt und angesammelt, daß ich die letzten vierzehn Tage vor allem mit dem Abarbeiten dieses Berges verbracht habe. Für die Dissertation blieb dabei nur am Rande Zeit. Unter anderem war ich in der Zeitungsabteilung im Westhafen, jedoch mit ausgesprochen magerem Erfolg.
Aber um zum Ausgangspunkt zurückzukehren: Mir mögen zwei Wochen Auswärtsurlaub genügen, aber zu Hause brauche ich noch einmal mindestens dieselbe Zeit, um freie Bahn für die nächste Etappe von Forschung und Schreiben zu schaffen. Zwei Funde des Aufräumes sollen hier am Ende stehen, zwei alte Photographien. Sie wurden beide in Hochkirch aufgenommen und dürften schätzungsweise aus dem Jahr 1975 stammen. Die anderen Personen kann ich auf Nachfrage auch gern benennen.

Ich wünsche allen eine wunderschöne und erholsame zweite Julihälfte. Bis bald.

Posted by Sebastian @ 07:46 AM CET

Tuesday, July 16, 2002

Ein Seminar der Naumann-Stiftung ist ein guter Weg, um der Love Parade zu entfliehen. Nach meiner Rückkehr aus Gummersbach traf ich in den S-Bahnen nur noch ihre ziemlich kläglichen Überreste.
Doch nicht nur deshalb freue ich mich, in meinem ersten Stipendiumsjahr ein Seminar mehr als die von der Naumann-Stiftung geforderten zwei Seminare besucht zu haben. Wie schon bei den vorigen Malen lernte ich ebenso nette wie interessante Menschen kennen. Und das Seminar selbst war inhaltlich ausgesprochen hochkarätig. Mit einem ersten fundierten Einblick in die Welt des Kredit-Ratings und der Übertragung dieses Instruments auf Kriterien der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit fühle ich mich gleich wie ein kleiner BWLer. Auf eine ethische Grundlage gestellt erscheint selbst das Bankwesen als Betätigungsfeld reizvoll. Aber das Seminar kam zehn Jahre zu spät, um meine Berufswahl noch zu verschieben, so daß ich dieses Feld nur als Laie weiterverfolgen werde.

Posted by Sebastian @ 10:46 AM CET

Friday, July 12, 2002

Bevor ich nach Gummersbach abfahre (siehe Termine), noch schnell ein Wochenrückblick: Ich habe im Wesentlichen an den beiden Homepages Sonderarchiv Moskau und Mendelssohn-Gesellschaft gearbeitet. Erstere wird demnächst eine umfangreiche Erweiterung erfahren, die neuen Dateien sind teilweise schon fertiggestellt, jedoch noch nicht im Internet. Für die Mendelssohn-Gesellschaft habe ich mich in eine bestehende Homepage eingearbeitet, was immer eine Herausforderung bedeutet, vor allem wenn der bisherige Autor weiterhin mitarbeitet. Bei einer Kooperation spürt man am deutlichsten, daß jeder seinen eigenen Stil des Homepagebastelns hat und daß es gar nicht so leicht ist, sich in der Mitte zu treffen und separate Arbeitsgebiete abzustecken. Aber hier gibt es, unter Verein → Aktuelles, schon erste Neuigkeiten zu entdecken.

Posted by Sebastian @ 08:16 AM CET

Tuesday, July 9, 2002

Gute Nachrichten für meine Sonderarchiv-Homepage. Das Institut für Zeitgeschichte erteilt mir die Erlaubnis, aus dem von ihm herausgegebenen Werk Inventar archivarischer Quellen des NS-Staates die das Sonderarchiv betreffenden Stellen wörtlich zu zitieren. Der stellvertretende Leiter des IfZ-Archivs, Herr Dr. Klaus A. Lankheit, schreibt: Nach Rücksprache mit der Redaktion "Texte und Materialien zur Zeitgeschichte" erhalten Sie von uns die Erlaubnis, die passenden Passagen für Ihre Internetseite mit Quellenangabe zu nutzen. Wir werden unsererseits einen Link setzen. Der Vorgang erhielt sogar ein eigenes Aktenzeichen !
Die Abschnitte sind zwar jeweils relativ kurz, da aber eine Vielzahl von Beständen charakterisiert werden, bekommt die Sonderarchiv-Homepage dadurch eine wichtige Erweiterung, die ihre Aussagekraft deutlich erhöhen wird. Besten Dank nach München !

Posted by Sebastian @ 09:27 AM CET

Monday, July 8, 2002

Während der letzten vier Tage konnte ich krankheitsbedingt kaum arbeiten. Aber am Freitag erreichte mich der Anruf eines Mitarbeiters des Dresdener Hygienemuseums. Er erzählte, daß er im Zusammenhang mit der Umgestaltung der Dauerausstellung jenes Museums zum Thema "Scheintod und Leichenhäuser" recherchierte und dabei auf die Gesellschaft der Freunde gestoßen war. Verständlicherweise freute er sich sehr, als er hörte, welches Material ich dazu bereits gefunden habe und daß ich es ihm zusenden würde. Er schickte mir gleich noch die bibliographischen Angaben eines Buches aus den 1830er Jahren, in dem die Gesellschaft als Vorreiter in Sachen Leichenhaus erwähnt wird.
Neben dem Ausgraben bisher unbekannter Daten und Quellen gehörte es für mich zu den beglückendsten Dingen im Forscherleben, Kollegen weiterhelfen zu können.

Posted by Sebastian @ 11:07 AM CET

Wednesday, July 3, 2002

Die ersten Daten für das Demps-Kolloquium des kommenden Semesters sind bekannt, und es wird einige wichtige Änderungen geben. Einen großen Teil der Sitzungen werden die Absolventen des Aufbaustudienganges "Berlin-Brandenburgische Kulturlandschaft" bestreiten. Dadurch wächst nicht nur die Zahl der Teilnehmer beträchtlich (von jetzt durchschnittlich 7 auf dann wohl über 20), sondern auch die Alters- und Sozialstruktur wird sich verschieben, weil es sich bei den Aufbaustudenten um Menschen oft jenseits der 40 handelt, die schon seit etlichen Jahren im Berufsleben stehen. Schließlich trifft sich das Kolloquium ab Oktober nicht mehr am alten Campus, sondern am Hausvogteiplatz. Kurz: Es wird sich um einen vollkommen neue Veranstaltung handeln. Ich bin gespannt.

Posted by Sebastian @ 08:46 AM CET

Tuesday, July 2, 2002

Nach einer Woche des Schweigens kommt nun wieder eine Nachricht. Ich bin in dieser Zeit nicht nur dreißig Jahre alt geworden, sondern habe auch den ersten Textteil meiner Dissertation vorläufig fertiggestellt. Er wird jetzt verteilt und später wieder eingesammelt. Zudem habe ich das Interview mit Fritz Kempner geführt. Er wußte nichts über die Mitgliedschaft seines Vaters in der Gesellschaft der Freunde, konnte mir aber ausführlich dessen Schicksal in der Emigration schildern. Ansonsten bin ich zur Zeit erstaunlich stark in intensive Kommunikationsströme, die sich in Emails und Treffen manifestieren, eingebunden. Im Moment läßt sich das auch überhaupt nicht ändern, aber spätestens nach meinem Urlaub, ab Anfang August, dürfte wieder Ruhe einkehren, weil die meisten Leute dann ihrerseits im Urlaub sind. Ich freue mich schon auf leere Bibliotheken und Archive.

Posted by Sebastian @ 09:07 AM CET

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