27/04/2004 Eintrag: "Gemeinde-Mitglieder"

Normalerweise bin ich kein großer Liebhaber von Paragraphen in Vereinssatzungen, die den automatischen Ausschluß aus dem Verein im Falle von Religionswechsel festschreiben. Aber für den Historiker kann solch eine Rauswurfregel sehr praktisch sein. Bekanntermaßen gibt es keine Mitgliederlisten der Berliner Jüdischen Gemeinde für die späten 1920er und die 1930er Jahre. Aber es gibt die Gesellschaft Magine Reim (sprich Re-im), in deren Satzung sich besagter Ausschlußparagraph findet. Von diesem Verein fand ich heute ein Mitgliedsverzeichnis aus dem Jahr 1928 und konnte damit für dutzende Mitglieder der Gesellschaft der Freunde deren Zugehörigkeit zum Judentum nachweisen. Seeehr praktisch.

Das Programm des Demps-Colloquiums hat sich deutlich gefüllt, wie man hier sehen kann.

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